In diesem Artikel beschreiben wir mögliche Ansätze zur Integration von Salesforce mit den in Ihrer Organisation verwendeten Tools und erklären die wichtigsten Begriffe.
Offenes API von Salesforce
Wenn wir sagen, dass Salesforce ein offenes API hat, bedeutet das, dass die Plattform öffentliche Programmierschnittstellen (APIs) bereitstellt, die es anderen Systemen, Anwendungen oder Tools ermöglichen, mit Salesforce zu kommunizieren und Daten auszutauschen. Es ist, als würde man ein Tor öffnen, das anderen Anwendungen den Zugriff auf Daten und Funktionen innerhalb von Salesforce ermöglicht.
Dank des offenen API können Entwickler eigene Anwendungen oder Tools erstellen, die mit Salesforce kommunizieren. Dadurch lässt sich Salesforce mit anderen Geschäftstools integrieren sowie individuelle Funktionen und Prozesse auf Basis der in Salesforce vorhandenen Daten entwickeln. Das Open API ermöglicht sowohl das Senden als auch das Abrufen von Daten aus Salesforce sowie Automatisierungen – z. B. kann beim Anlegen eines neuen Kundendatensatzes automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung an einen Mitarbeiter gesendet werden.

ETL-Tools
Die Integration mithilfe von ETL-Tools (Extract, Transform, Load) ist ein Prozess, bei dem Daten:
- aus einer Quelle extrahiert werden,
- transformiert werden, um sie an das Format oder die Struktur des Zielsystems anzupassen,
- und anschließend in dieses Zielsystem geladen werden.
ETL-Tools automatisieren diesen Prozess und sorgen für Konsistenz und Genauigkeit des Datenflusses zwischen verschiedenen Systemen.
Der ETL-Prozess besteht aus drei Hauptschritten:
► Extract (Extraktion):
Daten werden aus verschiedenen Quellen wie Datenbanken, CSV-Dateien oder anderen Systemen gesammelt und für die Weiterverarbeitung vorbereitet.
► Transform (Transformation):
Daten werden so umgewandelt, dass sie zur Struktur des Zielsystems passen. Typische Operationen sind:
- Filtern
- Aggregieren
- Formatkonvertierung
► Load (Laden):
Die verarbeiteten Daten werden in das Zielsystem oder die Datenbank geladen, wo sie weiter genutzt und analysiert werden können.
ETL wird häufig verwendet für:
- Datenmigration zwischen Systemen
- Konsolidierung von Daten aus verschiedenen Quellen
- Aufbau von Data Warehouses
- regelmäßige Datenübertragungen zwischen Systemen
Webhook-Mechanismen
Die Integration über Webhooks basiert auf automatischen Echtzeit-Benachrichtigungen zwischen zwei Systemen, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt. Es handelt sich um eine asynchrone Kommunikation, bei der ein System eine HTTP-Anfrage an ein anderes sendet.
Funktionsweise eines Webhooks:
- Registrierung:
Eine URL (Endpoint) wird im Zielsystem hinterlegt. - Ereignis:
Tritt ein Ereignis auf (z. B. neuer Kunde), wird eine HTTP-Anfrage mit den entsprechenden Daten gesendet. - Verarbeitung:
Das empfangende System verarbeitet die Daten und führt passende Aktionen aus.
Beispiel:
Bei der Integration zwischen CRM und Marketing-System kann beim Anlegen eines neuen Kunden automatisch eine Marketingkampagne gestartet werden.
Webhooks sind besonders nützlich für:
- E-Commerce
- Kundenservice
- Echtzeit-Event-Überwachung
Integrationsbus (Integration Bus)
Ein Integrationsbus ist eine IT-Infrastruktur, die die Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen und Systemen ermöglicht. Er fungiert als zentraler Datenknoten oder Kommunikationsbrücke.
Er ist besonders hilfreich in Unternehmen mit vielen parallelen Systemen und verbessert:
- Effizienz
- Datenkonsistenz
- Flexibilität
Ein Integrationsbus kann ein- oder bidirektional arbeiten – je nach Anforderungen.
Queue-Mechanismus – asynchrone Integration
Bei der Integration über Warteschlangen (Queues) werden Daten nach dem Prinzip „speichern und später verarbeiten“ übertragen.
Daten werden:
- in einer Warteschlange abgelegt
- vom Zielsystem verarbeitet, sobald Kapazität vorhanden ist
Das trennt Datenübertragung und Verarbeitung und verhindert Systemüberlastung.
Beispiel:
Ein Online-Shop sendet Bestellungen an ein Lagersystem über eine Queue, wodurch die Website auch bei hoher Last stabil bleibt.
Diese Methode ist besonders nützlich, wenn:
- Systeme unterschiedlich schnell arbeiten
- Lastspitzen auftreten
Sie wird auch asynchrone Integration genannt.

End-to-End-Integration (E2E)
End-to-End-Integration bezeichnet einen vollständigen, durchgängigen Integrationsprozess, bei dem alle Schritte miteinander verbunden sind und Daten nahtlos fließen.
Beispiel: Kundenprozess:
- Lead-Generierung
- Verkaufsprozess
- After-Sales-Service
- Kundenbeziehungsmanagement
Dabei werden Kundendaten durchgehend konsistent übertragen.
Zusammenfassung
Integrieren Sie Salesforce mit den Tools Ihrer Organisation! Unsere Spezialisten kennen alle oben beschriebenen Methoden und helfen Ihnen, einen reibungslosen Datenfluss zwischen Ihren wichtigsten IT-Systemen sicherzustellen.